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Ninjaflex (Fenner Drives)

Ninjaflex von Fenner Drives zählt in seiner Verarbeitung wie auch die meisten anderen FDM Materialien zu den Thermoplasten, was so viel bedeutet wie unter Hitze verformbarer Kunststoff (in diesem Fall auf Basis von Polyurethan)

Allerdings verhält es sich nach dem Drucken eher wie ein gummiartiger Werkstoff. Je nachdem ob und wie viel Infill Material man in sein Objekt druckt, ist der Gegenstand sowohl dehnbar als auch komprimierbar und schnellt anschließend wieder zurück in seine Ausgangsposition. In den Bereichen der Druck- und Zugbelastung ergibt sich damit eine deutlich höhere Widerstandskraft als zum Beispiel mit klassischem PLA, da sich das Objekt verformt bevor es permanent deformiert wird.

Da sich bereits das Filament sehr weich und gummiartig verhält, lässt es sich im Direct Drive Setup deutlich einfacher drucken als mit einer Bowden Konstruktion, bei der das Filament erst durch einen längeren Schlauch vom Extruder Motor zum Hotend geführt werden muss.

Selbst mit einem Direct Drive, bei dem der Filament fördernde Extruder direkt auf dem Hotend sitzt, müssen viele Extruder leicht modifiziert werden, damit der Luftspalt zwischen dem Motor und dem Einlass des Hotend verkleinert wird. Auch bei meinem Equipment musste ein kleines Plastikteil gedruckt werden, dass ein verknoten des weichen Materials zwischen Extruder und Hotend verhindert.

Diese generell recht gummiartigen Materialien erzwingen eine reduziertere Druckgeschwindigkeit (empfohlen 30mm/s) um den Stauchungseffekt des Filaments zu minimieren. Die Drucktemperatur liegt mit 195-210 noch durchaus im Bereich eines PLA-fähigen Drucker Setup und auch die Verwendung einer beheizten Plattform ist nicht nötig.

Wie auch vom Hersteller beschrieben, ist das Material während des Drucks weitestgehend Geruchsneutral und auch die fertigen Objekte besitzen keinen eigenen charakteristischen Geruch.

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